Klassischer Gesang

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Wo soll ich nur anfangen, zu beschreiben, wie toll ich Singen finde.
Wie soll ich mit Worten ausdrücken, wie verbunden ich mich zu meinem Körper und meinem Ich fühle, wenn ich die kraftvollen Resonanzen meiner eigenen Stimme in mir spüre? Für mich ist Singen ein reinigendes Erlebnis. Die vielen unterschiedlichen Schwingungen, die vielen unterschiedlichen Räume, in denen die Stimme sitzen kann, derer sie entspringen kann. Bisher war das Singen für mich ein unerschöpflicher Spielplatz, auf dem ich immer wieder Neues entdecke! Ich entdecke beim Singen also sozusagen meine eigenen Innenräume und bringe sie zum Ausdruck. Wundervoll.


Ich liebe das Singen in jeglichen Genres und auch, mich einfach ganz wild mit meiner Stimme auszuprobieren. Zum klassischen Gesang habe ich allerdings eine ganz besondere Verbindung, eine ganz hohe Liebe.
Diese Liebe ist nicht nur einfach! Meine Stimme fordert mich seit Anbeginn heraus. „Dieser Ton will einfach nicht schwingen, hier fühle ich eine Verkrampfung im Hals. Mist, ich ziehe ja immer meine Schultern hoch!“ Die leisen zarten Töne, das Vertrauen, das Loslassen... 


Ich bin definitiv nicht eins von diesen „Naturtalenten“.  Deren Stimme einfach „sitzt“. Ich kenne es, wenn das Singen herausfordert, wenn ich Widerstände fühle, Blockaden und Verspannungen. Und ich liebe es trotzdem! Oder umso mehr! Und ich kann es bei meinen SchülerInnen auch mehr als gut verstehen, wenn Stimme manchmal einfach frustriert..
Wir laden gemeinsam die Leichtigkeit und das spielerische Entdecken ein. Denn nur so geht es :)


Oben siehst Du eine kurze Aufnahme von mir und Kianhwa Djie. Wir erarbeiten seit Spätsommer 2024 zusammen verschiedene Liederzyklen wie z.B. Zemlinsky op. 13, Mussorgski Kinderstube, Schumann op. 42, und andere Werke wie Brittens Folksongs oder Lieder von Hugo Wolf und Samuel Barber. Hier siehst du einen Ausschnitt von Roger Quilters op. 23, 5 Shakespeare Songs, "It was a lover and his lass".